SV-Hohenstein 1953 e.V.
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Sportverein Hohenstein 1953 e.V.

Im Zeichen der Burg

Burg  Hohenstein

Die Geschichte der Burg Hohenstein

Man schrieb das Jahr 1138, als Heinrich II. von Katzenelnbogen durch König Konrad III. in den Reichsgrafenstand erhoben wurde. Da sich die Besitztümer ständig vermehrten, mussten für die 24 "Kellereibezirke" schon bald Verwaltungssitze eingerichtet werden. Neben Hadamar im Westerwald und Darmstadt wählten sich die geschäftstüchtigen Adligen aus Katzenelnbogen Hohenstein als Sitz ihrer Landschreiberei für die Niedergrafschaft. 1190 entstand die Burg Hohenstein. Die Herren von Katzenelnbogen waren selbst kein brutales Herrschergeschlecht, obwohl in dem Verlies des Hexenturms, der noch heute steht, unschuldige Frauen die Marter über sich ergehen lassen mussten. Man kann Sie mehr mit den Medici aus Florenz vergleichen, die mit ihrem Reichtum auch die Kultur förderten. Nicht nur Walther von der Vogelweide sang im 13. Jahrhundert von den mächtigen Gönnern, sondern auch der legendäre Tannhäuser hatte die "Bogner" gerühmt, wenn er sich nicht gerade dichterisch in den Armen der Venus räkelte. 1422 von Johann III. noch erweitert und ausgeschmückt, fiel nach dem Tod Philipps des Älteren 1479 auch die Feste Hohenstein wie viele Besitztümer der Familie mangels männlicher Nachkommen an den Landgrafen von Hessen-Marburg. Bereits 1604 begann der Verfall der Wehrmauern. Moritz der Gelehrte veranlasste noch einmal die Ausbesserung, ließ sogar die Befestigung verstärken und hielt sich um 1616 öfter in Hohenstein auf. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg schließlich zerstört, seitdem nicht mehr aufgebaut. Heute stehen nur noch Teile der Außenmauern, der Torturm, Mittelpforte, Innenzwinger und Schildmauer. Heutzutage wird die Burg Hohenstein vielfältig genutzt. Die Gemeinde Hohenstein unterhält in der im 15. Jahrhundert errichteten Burgkapelle eine Zweigstelle des Standesamtes. In der Burg befindet sich auch ein Hotel- und Gaststättenbetrieb mit 6 Doppelzimmern und Sitzmöglichkeiten von bis zu 300 Personen. Im heimeligen Kaminzimmer können Leihgaben des Wiesbadener Heimatmuseum wie Hellebarde und Korseke, oder eine "Pappenheimer" - Rüstung der Wallenstein-Truppen von kriegerischer Vergangenheit berichten. Gern gesehene Gäste sind neben Wanderern auch Ross und Reiter. Eine Remise bietet Pferden Unterstand und ein Bündel Heu gibt es auch noch dazu. Im Sommer finden im Innenhof Freilichtaufführungen der Taunusbühne Bad Schwalbach e. V. statt.